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Region Ostfalen...
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"Halbstarke in der DDR. Verfolgung und Kriminalisierung einer Jugendkultur“

- Vortrag und Zeitzeugengespräch in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn -

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der Bundesautobahn 2, 39365 Marienborn

20. April 2017, 17:00 Uhr

Die Historikerin Dr. Wiebke Janssen, Leiterin des vom Bürgerkomitee Magdeburg e. V. getragenen Dokumentationszentrums am Moritzplatz, spricht am Donnerstag, dem 20. April 2017, um 17:00 Uhr in der Ge-denkstätte Deutsche Teilung Marienborn über das popkulturelle Phä-nomen der "Halbstarken“.

Die "Halbstarken“ gelten als erste amerikanisierte Jugendkultur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Sie orientierten sich in Kleidung und Habitus an Filmschauspielern wie James Dean und Marlon Brando sowie den RockʼnʼRoll-Ikonen Elvis Presley und Bill Haley. Auch Teile der DDR-Jugend waren von diesen Idolen begeistert. Die SED sah in der "amerikanischen Unkultur“ jedoch ein "Störfeuer des Klassenfeindes“. Sie kri-minalisierte die "Halbstarken“, in der DDR "Rowdys“ genannt, und ließ sie von Volkspolizei und Staatssicherheit verfolgen. Wiebke Janssen be-leuchtet in ihrem Vortrag die Erscheinungsformen dieser Subkultur in Ost und West sowie die Bestrebungen der DDR-Führung, dem westli-chen Einfluss eine eigene Jugendkultur entgegen zu setzen.

Im Anschluss findet ein moderiertes Gespräch mit der Wissenschaftlerin und dem Zeitzeugen Erich Lessny aus Haldensleben statt. Der ehemalige Lehrer, Musiker und "Schallplattenunterhalter“ entdeckte Mitte der 1950er Jahre Elvis Presley für sich. Er schildert die Gratwanderung zwischen musikalischen Vorlieben, staatlichen Vorgaben und politischen Repressionen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und dem Dokumentations-zentrum des Bürgerkomitees Magdeburg.

Der Eintritt ist frei.


In der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist zudem noch bis zum 25. April 2017 die Fotoausstellung "Der Schuss, der nie fiel. Trup-penübungen am Ende des Kalten Krieges“ von Klaus M. Frieling zu sehen.


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